Vortrag - Hören – mit den Ohren und mit dem Gehirn

Dienstag, den 17. April 2018

Beginn: 19:00 Uhr im Bürgerhaus, Mühlenstr. 22, Bad Oldesloe

 

Malte Wöstmann, Franziska Scharata & Jonas Obleser

Institut für Psychologie, Universität zu Lübeck

Arbeitsgruppe "Auditive Kognition"

 

Im Privaten wie auch bei der Arbeit fällt es uns mitunter schwer, anderen Personen konzentriert zuzuhören. Die subjektiv erlebte „Höranstrengung“ wird dabei als besonders hoch empfunden, wenn störende Hintergrundgeräusche oder schlechte Akustik (z. B. am Telefon) das Hörverstehen beeinträchtigen. In diesem Vortrag werden wir anhand von Beispielen und aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen demonstrieren, dass nicht nur gutes Hörvermögen, sondern ebenso eine gute kognitive Leistungsfähigkeit entscheidend ist für das Hören in akustisch anspruchsvollen Situationen.

 

Im Labor zeigen Messungen der Hirnaktivität mithilfe der Elektroenzephalografie (EEG) an, als wie anspruchsvoll die momentane Hörsituation empfunden wird. Diese Befunde zeigen auch, wie wichtig die Erfassung der Hirnaktivität für ein umfassendes Verständnis der  Höranstrengung ist. Gerade ältere Menschen klagen häufig über Schwierigkeiten in komplexen Hörsituationen. Interessanterweise treten bei diesen Menschen auch bedeutsame Veränderungen der Hirnaktivität auf. Diese Veränderungen deuten darauf hin, dass es im Alter zunehmend schwerfällt, die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Geräuschquelle zu fokussieren und gleichzeitige Störgeräusche zu ignorieren. Im Kontext dieser Ergebnisse werden wir diskutieren, wie die „Hörgeräte der Zukunft“ unter Berücksichtigung der Hirnaktivität das konzentrierte Zuhören erleichtern könnten.

 

Im Anschluss an den Vortrag stehen Hörakustikerin Franziska Scharata und Dr. Malte Wöstmann gern für Fragen zur Verfügung.

 

Außerdem haben wir die Möglichkeit für einen individuellen Hörtest im Anschluss des Vortrages geplant.

 

Kosten: für Mitglieder 2 € / Gäste 3 €


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